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Zugluft- und Windschutzstrategien beim Schweißen

Bereits Luftbewegungen ab 8–16 km/h können den Schutzgasschutz stören und Porosität verursachen, weshalb physische Windbarrieren wirksamer sind als eine bloße Erhöhung der Gasdurchflussmenge. Ein wirksamer Windschutz kombiniert Einhausungen, Schutzschirme und optimierte Brennertechniken zur Aufrechterhaltung der Gasabdeckung.

Windeinfluss auf die Gasabdeckung

  1. Störung der Grenzschicht. Wind reißt die schützende Gasschicht ab, bevor sie das Schmelzbad ausreichend abschirmen kann.
  2. Turbulenzerzeugung. Selbst geringe Luftströmungen erzeugen Verwirbelungen, die atmosphärische Kontamination in die Schweißzone ziehen.
  3. Richtungsabhängigkeit. Seitenwind ist störender als Gegen- oder Rückenwind.
  4. Materialabhängigkeit. Aluminium und Edelstahl reagieren empfindlicher auf Windstörungen als Baustahl.

Physische Schutzmethoden

Schutzstufen nach Windstärke

Leichter Zug (Hallenbetrieb): Gaslinse oder leicht erhöhte Durchflussrate (15–18 l/min) reicht meist aus.

Mäßiger Wind (8–25 km/h): Tragbare Windschutzwände unerlässlich, übermäßige Durchflussraten vermeiden, da diese Turbulenzen erzeugen.

Starker Wind (>25 km/h): Vollständige Einhausung oder Arbeit verschieben – hohe Durchflussraten werden kontraproduktiv.

Präzisionsarbeiten: Immer Windschutz verwenden, unabhängig von den Bedingungen, bei kritischen Anwendungen.

Windbeständig

CORGON® 18 + Gaslinse

Geschützte Abdeckung

Warum die Gaslinse den Windschutz verbessert: Der Laminarstrom-Aufsatz erweitert die Schutzgasabdeckung und reduziert die Empfindlichkeit gegenüber Seitenwind im Vergleich zu Standarddüsen.

Windschutz-Setup: Gaslinse + 15 l/min + tragbare Windschutzwand bewältigt die meisten Outdoor-Bedingungen ohne Gasverschwendung durch übermäßige Durchflussraten.

💨 Umgebungskritisch