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Wie Schutzgase das Schmelzbad schützen

Schutzgase erzeugen eine inerte Atmosphäre um das geschmolzene Schmelzbad, die Sauerstoff und Stickstoff aus der Luft verdrängt – andernfalls würden Porosität, Oxidation und Versprödung in der fertigen Schweißnaht entstehen. Das Gas bildet eine schützende Glocke, die atmosphärische Kontamination während der kritischen Momente verhindert, in denen das Metall schmelzflüssig und reaktiv ist.

Der Schutzmechanismus

  1. Verdrängung atmosphärischer Gase. Das Schutzgas verdrängt Sauerstoff (21%) und Stickstoff (78%) aus der Schweißzone.
  2. Schaffung einer inerten Umgebung. Edelgase wie Argon bieten vollständige chemische Inaktivität um das geschmolzene Metall.
  3. Kontrollierte Abkühlatmosphäre. Die Gaszusammensetzung beeinflusst, wie die Naht erstarrt und welches Gefüge sich bildet.
  4. Aufrechterhaltung der Lichtbogenstabilität. Korrekter Gasdurchfluss gewährleistet gleichbleibende elektrische Bedingungen für stabiles Schweißen.

Was ohne ausreichenden Gasschutz passiert

Gasschutz nach Werkstofftyp

Baustahl: Benötigt CO2- oder Ar/CO2-Mischungen für geeignete Benetzung und Einbrandeigenschaften.

Edelstahl: Erfordert sauerstoffarme Umgebung (Ar/CO2/He-Gemische) zur Vermeidung von Karbidausscheidung.

Aluminium: Verlangt rein inerte Gase (Ar oder Ar/He) aufgrund hoher Sauerstoffreaktivität.

Titan: Erfordert vollständigen Inertgasschutz einschließlich Formierung wegen extremer Sauerstoffempfindlichkeit.

Industriestandard

CORGON® 18

82% Ar / 18% CO2

Warum CORGON 18 beim Schutz überzeugt: Das optimierte Argon/CO2-Verhältnis bietet ausgezeichnete Gasabdeckung, während die CO2-Komponente Benetzung und Einbrand beim Stahlschweißen verbessert.

Durchflussrate für besten Schutz: 12–15 l/min für die meisten Anwendungen. Höherer Durchfluss (18–20 l/min) bei Zugluft oder dickeren Materialien erforderlich.

⚠️ Entscheidend für die Schweißqualität