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Sauerstoff-Beimischung: Benetzungsverbesserung vs. Oxidationsrisiko

Geringe Sauerstoffzusätze (0,5–2%) verbessern die Nahtgeometrie und Lichtbogenstabilität drastisch durch besseren Metallfluss, müssen jedoch sorgfältig dosiert werden, um übermäßige Oxidation und Nahtschwächung zu vermeiden. Der optimale Sauerstoffgehalt variiert erheblich zwischen verschiedenen Werkstoffen und Anwendungen.

Wie Sauerstoff das Schweißen verbessert

  1. Oberflächenspannungsreduktion. Leichte Oxidation senkt die Oberflächenspannung, verbessert Benetzung und Fließverhalten.
  2. Lichtbogeneinschnürung. Sauerstoff erzeugt einen fokussierteren, stabileren Lichtbogen mit besserer Richtungskontrolle.
  3. Spritzerreduktion. Besserer Tropfenübergang reduziert Spritzer im Vergleich zu reinem CO2.
  4. Verbesserter Einbrand. Die Lichtbogeneinschnürung treibt die Energie tiefer in den Grundwerkstoff.

Risiken bei übermäßigem Sauerstoff

Sauerstoffgehalt nach Werkstofftyp

Baustahl: 0,5–2% Sauerstoff optimal – beste Balance der Eigenschaften.

Edelstahl: Maximal 1% Sauerstoff, höhere Werte gefährden die Korrosionsbeständigkeit.

Aluminium: Keine Sauerstoffzusätze – jede Sauerstoffkontamination verursacht schwerwiegende Probleme.

Niedriglegierter Stahl: 0,5–1,5% je nach Legierungsgehalt und Festigkeitsanforderungen.

Kontrollierter O2

CORGON® S8

Ar/CO2 + 1% O2

Warum CORGON S8 mit Sauerstoff überzeugt: Der 1%-Sauerstoffzusatz bietet deutliche Benetzungsverbesserung und bleibt dabei weit unter dem Niveau, das bei den meisten Stahlanwendungen schädliche Oxidation verursacht.

Beste Anwendungen für S8: Hochgeschwindigkeits-Serienschweißen, schwer benetzbare Werkstoffe und Anwendungen, bei denen die Nahtoptik für die Abnahme entscheidend ist.

⚗️ Kontrollierte Chemie