Argon/CO2-Verhältnisse folgen einem vorhersehbaren Spektrum von 5% bis 100% CO2, wobei jede 5%-Stufe die Lichtbogenstabilität, Einbrandtiefe, Spritzerbildung und Nahtgeometrie erheblich beeinflusst. Das Verständnis dieses Zusammenhangs ermöglicht die optimale Gasauswahl für spezifische Anwendungen und Materialstärken.
Binäre Mischungstheorie: Ar/CO2-Verhältnisse erklärt
Das CO2-Prozentspektrum
- 95% Ar / 5% CO2. Minimaler CO2-Anteil für Stahlschweißung, sehr wenig Spritzer, nur Sprühlichtbogen möglich.
- 90% Ar / 10% CO2. Ruhiger Lichtbogen, gut für dünne Materialien, reduzierter Einbrand.
- 82% Ar / 18% CO2. Industriestandard – optimale Balance zwischen Einbrand und Stabilität.
- 75% Ar / 25% CO2. Hoher Einbrand für dicke Materialien, erhöhte Spritzerbildung.
- Reines CO2 (100%). Maximaler Einbrand und niedrigste Kosten, aber raue Lichtbogeneigenschaften.
Eigenschaftsänderungen mit steigendem CO2-Anteil
- Lichtbogenstabilität nimmt ab. Mehr CO2 = turbulenterer Lichtbogen, schwerer zu kontrollieren.
- Einbrandtiefe steigt linear. Jede 5% CO2-Erhöhung vertieft den Einbrand um ca. 10%.
- Spritzerbildung steigt exponentiell. Verdoppelt sich ungefähr alle 10% CO2-Erhöhung.
- Transfermodus verschiebt sich. Hoher CO2-Anteil erzwingt Kurzlichtbogen und begrenzt den Sprühlichtbogenbereich.
Optimale Verhältnisse nach Anwendung
Dünner Stahl (1–3 mm): 90–95% Ar für minimales Durchbrandrisiko und gute Optik.
Mittlerer Stahl (3–10 mm): 82% Ar / 18% CO2 als Standard – ausgewogene Eigenschaften.
Dicker Stahl (>10 mm): 75% Ar / 25% CO2 oder reines CO2 für maximalen Einbrand.
Wurzellagen: Niedrigerer CO2-Anteil (5–10%) für präzise Kontrolle und saubere Wurzelbildung.
Optimiertes Verhältnis
CORGON® 18
82% Ar / 18% CO2Warum 18% CO2 der optimale Wert ist: Bietet 85% der Einbrandleistung von reinem CO2 bei gleichzeitiger Beibehaltung von 70% der Lichtbogenstabilität von reinem Argon – der ideale Kompromiss für die allgemeine Fertigung.
Wann CORGON 18 überzeugt: Schweißen in allen Positionen an 3–15 mm Stahl, Stahlbau und alle Anwendungen, die sowohl Qualität als auch Produktivität erfordern.
📊 Grundlegende Theorie