Auf Argon kalibrierte Durchflussmesser zeigen bei CO2-Messung 25% zu hohe und bei Heliumgemischen 15% zu niedrige Werte an, was eine gasspezifische Kalibrierung für eine präzise Durchflussregelung beim Präzisionsschweißen unerlässlich macht. Die Dichteunterschiede zwischen den Gasen beeinflussen die Messwerte von Schwebekörper- und thermischen Massendurchflussmessern erheblich.
Durchflussmesser-Kalibrierung und Genauigkeit
Warum die Kalibriergas-Art wichtig ist
- Dichteeffekte bei Schwebekörpermessern. Die Schwebekörperposition hängt von der Gasdichte ab – schwerere Gase zeigen niedrigere Werte an.
- Wärmeleitfähigkeit bei thermischen Massenmessern. Verschiedene Gase übertragen Wärme unterschiedlich, was die elektronischen Sensorwerte beeinflusst.
- Viskositätseinflüsse. Die Gaszähigkeit beeinflusst das Strömungsverhalten durch Blenden und Verengungen.
- Molekulargewicht-Unterschiede. Grundlegende Eigenschaft, die alle Gasdurchflussmessverfahren beeinflusst.
Korrekturfaktoren für gängige Gase
- Reines CO2 durch Argon-Messgerät: Messwert mit 0,75 multiplizieren für tatsächlichen CO2-Durchfluss.
- 75/25 Ar/CO2 durch Argon-Messgerät: Mit 0,9 multiplizieren für annähernde Korrektur.
- Heliumgemische durch Argon-Messgerät: Messwerte liegen je nach Heliumgehalt 10–15% zu niedrig.
- Stickstoff durch Argon-Messgerät: Sehr gute Übereinstimmung – Korrekturfaktor nahe 1,0.
Kalibriermethoden und -intervalle
Primärstandard-Kalibrierung: Jährliche Kalibrierung mit zertifizierten Referenzgasen und rückführbaren Durchflussnormalen.
Feldüberprüfung: Monatliche Kontrollen mit tragbarem Durchflussnormal oder bekanntem Referenzmessgerät.
Nullpunktdrift: Wöchentliche Nullpunktkontrollen bei geschlossenem Durchfluss zur Erkennung von Reglerschleichen oder Kontamination.
Temperaturkompensation: Hochwertige Messgeräte kompensieren automatisch, andere benötigen manuelle Anpassung.
Linde Digitaler Durchflussmesser
±2% GenauigkeitWarum digitale Messgeräte überlegen sind: Integrierte Korrekturfaktoren für alle gängigen Schweißgase eliminieren manuelle Berechnungen und reduzieren Messfehler in der Produktion.
Kalibriervorteile: Automatische Gasart-Erkennung, Temperaturkompensation und Datenprotokollierung für Qualitätsdokumentation und Prozesssteuerung.