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Durchflussmesser-Kalibrierung und Genauigkeit

Auf Argon kalibrierte Durchflussmesser zeigen bei CO2-Messung 25% zu hohe und bei Heliumgemischen 15% zu niedrige Werte an, was eine gasspezifische Kalibrierung für eine präzise Durchflussregelung beim Präzisionsschweißen unerlässlich macht. Die Dichteunterschiede zwischen den Gasen beeinflussen die Messwerte von Schwebekörper- und thermischen Massendurchflussmessern erheblich.

Warum die Kalibriergas-Art wichtig ist

  1. Dichteeffekte bei Schwebekörpermessern. Die Schwebekörperposition hängt von der Gasdichte ab – schwerere Gase zeigen niedrigere Werte an.
  2. Wärmeleitfähigkeit bei thermischen Massenmessern. Verschiedene Gase übertragen Wärme unterschiedlich, was die elektronischen Sensorwerte beeinflusst.
  3. Viskositätseinflüsse. Die Gaszähigkeit beeinflusst das Strömungsverhalten durch Blenden und Verengungen.
  4. Molekulargewicht-Unterschiede. Grundlegende Eigenschaft, die alle Gasdurchflussmessverfahren beeinflusst.

Korrekturfaktoren für gängige Gase

Kalibriermethoden und -intervalle

Primärstandard-Kalibrierung: Jährliche Kalibrierung mit zertifizierten Referenzgasen und rückführbaren Durchflussnormalen.

Feldüberprüfung: Monatliche Kontrollen mit tragbarem Durchflussnormal oder bekanntem Referenzmessgerät.

Nullpunktdrift: Wöchentliche Nullpunktkontrollen bei geschlossenem Durchfluss zur Erkennung von Reglerschleichen oder Kontamination.

Temperaturkompensation: Hochwertige Messgeräte kompensieren automatisch, andere benötigen manuelle Anpassung.

Multigas-kalibriert

Linde Digitaler Durchflussmesser

±2% Genauigkeit

Warum digitale Messgeräte überlegen sind: Integrierte Korrekturfaktoren für alle gängigen Schweißgase eliminieren manuelle Berechnungen und reduzieren Messfehler in der Produktion.

Kalibriervorteile: Automatische Gasart-Erkennung, Temperaturkompensation und Datenprotokollierung für Qualitätsdokumentation und Prozesssteuerung.

📏 Messkritisch