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CO2 vs. Mischgas: Spritzervergleich

Reines CO2 erzeugt deutlich mehr Spritzer als Ar/CO2-Mischungen aufgrund des unregelmäßigen Kurzlichtbogen-Transfers und des höheren Oxidationspotentials. Ar/CO2-Mischungen ermöglichen gleichmäßigere Transfermodi und reduzierte Spritzerbildung erheblich.

Warum CO2 mehr Spritzer verursacht

  1. Unregelmäßiger Kurzlichtbogen. Reines CO2 erzwingt aggressive Kurzschlussübergänge mit unkontrollierten Metallübertragungen.
  2. Kein Sprühlichtbogen möglich. CO2 verhindert den stabilen Sprühlichtbogen-Modus, der bei Mischgasen möglich ist.
  3. Hohes Oxidationspotential. CO2 dissoziiert im Lichtbogen zu CO und O, was die Oberflächenspannung des Tropfens verändert.
  4. Explosive Tropfenablösung. Bei höheren Strömen entstehen große, ungleichmäßige Tropfen, die unkontrolliert spritzen.

Vorteile von Mischgasen bei der Spritzerreduktion

Wann welches Gas sinnvoll ist

Reines CO2: Akzeptabel bei Instandhaltung, Reparatur und Anwendungen, wo Spritzernacharbeit nebensächlich ist. Niedrigste Gaskosten.

CORGON® 18 (82/18): Industriestandard für Serienfertigung. Optimale Balance aus Spritzer, Einbrand und Kosten.

CORGON® 10 (90/10): Minimale Spritzer für dünne Materialien und optisch anspruchsvolle Nähte.

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60–70% weniger Spritzer

Warum von CO2 auf CORGON 18 wechseln: CORGON 18 reduziert Spritzer um 60–70% gegenüber reinem CO2 bei gleichzeitig ausgezeichneten Einbrandeigenschaften für das Stahlschweißen. Die Zeitersparnis bei der Nacharbeit übersteigt die Mehrkosten bei weitem.

ROI-Rechnung: Wenn ein Schweißer pro Stunde 5–10 Minuten Spritzernacharbeit einspart, amortisieren sich die höheren Gaskosten ab dem ersten Tag.

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